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Fassfunde im Randbereich der Deponie

Im Rahmen des Baus der Oberflächenabdichtung Morgenstern wurden bei Kanalbauarbeiten bis dahin unbekannte kontaminierte Leitungen sowie alte Fässer, die größtenteils mit florentztypischen Stoffen gefüllt sind, gefunden. Durch die Folgeerkundungsmaßnahmen wurden weitere Fässer im Randbereich der Deponie, unterhalb der Basisabdichtung aufgefunden. Die Fassfundbereiche wurden als Sofortmaßnahme oberflächlich durch eine Folienabdichtung gegen einfließendes Oberflächenwasser gesichert.

Die Sanierungsplanung für die Sanierungsmaßnahme zur Bergung der Fässer in Zone 4 gemäß Szenario 3 der Machbarkeitsstudie von IABG wurde an die Fa. Umtec mbB vergeben. Der Sanierungsplan wurde am 18.07.2019 für verbindlich erklärt. Ende 2019 wurde die alte Schachthalle abgerissen, um eine Stellfläche für die mit kontaminiertem Material befüllten Container zu errichten. Der Beginn der Sanierungsmaßnahme zur Bergung der Fässer war Mitte Januar 2020. Die Maßnahme konnte im Dezember 2020 abgeschlossen werden. Die Zone 4 wurde vollständig beräumt. Insgesamt wurden 2.330 Tonnen Material ausgehoben und entsorgt. Dies entspricht beinahe genau den im Sanierungsplan angenommenen Massen. 256 der Spezialcontainer wurden befüllt und zu den entsprechenden Entsorgungseinrichtungen transportiert. Im Aushubmaterial konnten 332 Fässer bzw. Fassreste separiert werden. Diese enorme Anzahl überstieg die Erwartung der meisten Projektbeteiligten. Vor diesem Hintergrund kann sicherlich von einer sehr erfolgreichen Maßnahme gesprochen werden.

Die Gesamtkosten für die Gutachterliche Begleitung, die Bautätigkeiten und die Entsorgung belaufen sich auf 3,04 Millionen Euro.